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Kyu-Prüfung im Kobudo unter Lehrmeister Cees Janssen

Samstag, 23.01.2016






Schon seit 2014 trainiert in unserem Dojo unter der Leitung von Sensei Hans Overbeek mit zunehmender Intensität eine kleine Schülergruppe am Wochenende die Stilrichtung Okinawa-Kobudo.

Darin geht es um die Beherrschung der traditionellen Waffenkunst der Bauern und Arbeiter auf der Insel Okinawa, welche sich dort in der Zeit der japanischen Besatzung im 16. Jahrhundert verbreitete. Es handelt sich dabei um den Kampf mittels zweckentfremdeter Geräte aus Landwirtschaft und Haushalt, z.B. Stöcke (Bo, Hanbo, Tambo), Dreschflegel (Nunchaku) und Sicheln (Kama).

 

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase und in Rücksprache mit Lehrmeister Cees Janssen war es dann am 23. Januar soweit: Erstmals sollten drei unserer Kobudoschüler ihre Gelbgurtprüfung absolvieren.

Leider waren es auf Grund eines krankheitsbedingten Ausfalls dann doch nur zwei Prüflinge, die im Dojo des Yugen Budo Shinkokai in Huissen (NL) zur Prüfung antreten konnten: Erich und Christiane.

Ebenfalls anwesend waren an diesem Termin mehrere Trainingsgäste aus dem    Schwesterdojo desselben Vereins in Venlo. Diese hielten gemeinsam mit den Fortgeschrittenen ihr reguläres Training ab.


Abgenommen wurde die Prüfung unter Cees' Aufsicht von dessen Meisterschüler Rutger Buitendijk (3.Dan Kobudo), der eingehend die Fähigkeiten der Prüflinge in den Bereichen Kihon (Grundtechniken), Kumite (Partnertechniken), Kata (Formen) und Selbstverteidigung an den Gelbgurtwaffen Bo (Langstock, 182 cm), Hanbo (halbe Länge des Bo) und Tambo (Viertellänge des Bo) überprüfte.


Neben dem erlernten Umgang mit den verschiedenen Stockwaffen - in zuvor trainierten Techniken am gewohnten  Partner - wurde auch die Umsetzung einer neuen Übung sowie das unbewaffnete Kontrollieren und Entwaffnen eines unvertrauten Gegners bewertet.

Da bei beiden Prüflingen bereits langjährige Kampfsporterfahrung als Voraussetzung gegeben war, wurde der Maßstab dabei für eine Gelbgurtprüfung vergleichsweise hoch angesetzt.


Beide Kandidaten schlugen sich gut und beendeten ihre Prüfung erfolgreich (und sehr erleichtert) mit jeweils nur zwei Minuspunkten im Kihon-Bereich.


Nach der offiziellen Verkündung der Prüfungsergebnisse begrüßten die fortgeschrittenen Kobudoka die neuen Gelbgurte in ihren Reihen auf ihre ganz eigene Weise, über die hier nichts gesagt werden soll außer dem Hinweis: Prüflinge, Bauchdecke anspannen! 



Zurück im Trainingsalltag geht es nun weiter mit der nächsten Waffe des Kobudo, den Tonfas: hölzerne  Schlagstöcke mit einem Griff, die ursprünglich zum Drehen eines Mühlsteines dienten und als Waffe einzeln oder im Paar verwendet werden.

Erich und Christiane haben mittlerweile ihre ersten entsprechenden Übungseinheiten hinter sich und freuen sich über die neue Herausforderung!




 

ein Bericht von Christiane Groschang

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