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Trainingslager im Sauerland......oder Abgerechnet wird Sonntag!

30.05. - 02.06.2013

Auch in diesem Jahr wagten sich wieder acht Karateka aus dem harten Kern unseres Dojos zum gewohnten Termin über Fronleichnam ins (Bootcamp) Trainingslager in Winterberg.


Im frisch umdekorierten „Haus Andrea“ kennt man uns inzwischen, und so wurden auch gleich bei der Ankunft die Saunazeiten für uns angepasst.


Dafür sollten wir auch bald dankbar sein, denn kaum waren die Koffer ausgepackt, ging es schon zur ersten Karate-Trainingseinheit in die Sporthalle des örtlichen Gymnasiums.

Angesichts der Ankündigung, der Schwerpunkt dieser Einheit werde Freikampf mit abschließendem Mini-Turnier sein, gab ein altgedienter Lagerveteran (der hier unbenannt bleiben soll) den weisen Spruch zum Besten, der bald zum inoffiziellen Motto dieses Lagers wurde: „Abgerechnet wird Sonntag!“


Allerdings war es zu diesem Zeitpunkt ja erst Donnerstag, und nachdem das Turnier ohne nennenswerte Überraschungen verlaufen war, wurde zunächst nicht etwa abgerechnet, sondern die Sauna in Beschlag genommen, ehe es zum Abendessen und anschließender Würfelrunde in die Innenstadt ging.


Der zweite Trainingstag begann pünktlich nach dem Frühstück mit der gefürchteten Laufeinheit, bei der wir Flachlandeier alle Jahre wieder mit den ungewohnten sauerländischen  Steigungen konfrontiert werden. Zudem hatte es sich bereits ordentlich eingeregnet.

Dadurch unbeeindruckt hatten übrigens zwei hochgradig (verrückte) motivierte Teilnehmer beschlossen, sie seien mit der einen Runde von circa neun Kilometern unterfordert, und waren bereits vor dem Start der restlichen Gruppe eine Zusatzrunde gelaufen - was sie dann später nicht davon abhielt, noch einmal zur letzten Steigung zurückzukehren, um die Nachzügler zu einem Schlusssprint anzufeuern.

Tatsächlich kamen alle triefend nassen Läufer unversehrt zurück, und nach einer Mittagspause ging es wieder zur Sporthalle und zur zweiten Karateeinheit, diesmal mit dem Schwerpunkt Selbstverteidigung.


Nach wie vor schüttete es wie aus Kübeln, und wer nach dem Training in der Hoffnung auf tröstlichen Zuspruch in der Heimat anrief, wurde prompt von den lieben Angehörigen darüber aufgeklärt, wie strahlend der Sonnenschein am Niederrhein gerade sei, und sorry, aber man wolle zurück in den Pool.

Wir begnügten uns mit dem vertrauten Ritual von Sauna/Abendessen/Würfeln.


Am Samstag stand uns schließlich die lange angekündigte Mountainbike-Tour bevor.

Zu Beginn gab es an den vereinzelten unwilligen Teilnehmer ein Machtwort vom Häuptling persönlich, dass

1. ein integerer, zur vereinseigenen Institution erwachsener Kempoka unmöglich eine zentrale Trainingseinheit auslassen kann, und

2. E-Bike nicht gilt.


Also brach die ganze Truppe gemeinsam auf – natürlich wieder im strömenden Regen, bei gelegentlichem Niesel und vereinzelten Graupelschauern.


Gleich zu Anfang ging es den Kahlen Asten hoch, wo ein technischer Defekt beinahe den ersten Biker aus dem Rennen geworfen hätte. Die Lektion für das nächste Mal lautet: Inbusschlüssel mitnehmen!

Derselbe Kandidat war dann auch der erste, der sich samt Rad langlegte, was für die meisten Anwesenden angesichts des typischen Fahrstils Marke „Wer bremst, verliert!“ nicht unbedingt überraschend kam. Mit frisch verpflastertem Finger ging es weiter. Den nächsten Sturz gab es auf einer Abfahrt, die so manchem Flachländer die Hosen flattern ließ, samt Schlaglöchern und Schotterpiste. Mit blauen Flecken und leichter Rippenprellung schwang sich der erst so widerstrebende Mountainbiker heldenmutig erneut in den Sattel.


Wie üblich hatten wir uns längst von der geplanten Strecke entfernt, aber definitiv nicht verirrt, da wir schließlich immer unseren Standort auf der Karte bestimmen konnten, also konnte es nur absichtlich flexible Routenplanung sein (behauptet zumindest der Inhaber der Karte).

Am Ende kamen wir immerhin ungefähr auf die vorgesehen Gesamtstrecke und waren ohne größere menschliche Verluste früher als geplant zurück.


An diesem Abend stand uns noch eine besondere Herausforderung bevor, denn schließlich wollte jetzt der FC Bayern München das Triple klar machen. Da musste am China-Buffet der Teller etwas voller geladen werden, um es rechtzeitig zum nächstbesten Bildschirm zu schaffen.

Wir nahmen die Herausforderung erfolgreich an, Bayern ebenso.


Während die Mehrheit danach froh war, schon einmal die Koffer packen zu gehen und ins Bett zu kommen, nahm der Rest den gegebenen Anlass wahr, um noch etwas länger zu feiern.


Damit war schon wieder die Zeit verflogen, und am Sonntagmorgen ging es ohne nennenswerte Zwischenfälle zurück in die Heimat.


Nur auf die sonntägliche Abrechnung warten Einige noch jetzt.

 

ein Bericht von Christiane Groschang

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