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Sauerland 2016 oder...nur der Reis ist härter als wir

Do 26.05.16 - So 29.05.16






Auch in diesem Jahr fand über das verlängerte Wochenende zu Fronleichnam unser traditionelles Trainingslager statt.

Diesmal ging es an den Sorpesee, einen Stausee bei Sundern im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Dort kamen wir in der örtlichen Jugendherberge direkt am Seeufer unter – allerdings erst nach der ersten dreistündigen Trainingseinheit Shaolin-Kempo, denn unser erster Stop in Sundern, noch vor dem Einchecken, war die dortige Sporthalle.

Nach einem langen „Aufwärmspiel“ in unserer speziellen, regelbefreiten Version von Basketball ging es an eine Einheit Selbstverteidigung für Anfänger und schließlich zum Einstieg in die erste Blockform. Dabei handelt es sich um eine Form für zwei Partner, die gemeinsam eine feste Abfolge von Angriffen und Verteidigungen durchlaufen.

Etwas ausgepowert fand sich unsere Gruppe von sechs Erwachsenen und sieben Kindern bzw. Jugendlichen in der modernen Herberge am Sorpesee ein und genoss einen ersten Seeblick.Man beschäftigte sich zunächst nach eigenem Interesse - mit dem Aufteilen der Zimmer,  Auspacken, Erkunden der Gegend und Spielen.

Das hauseigene Abendessen sorgte dann für reichlich Verwunderung, denn zwar hatte die Herberge eine ausgezeichnete Salatbar, diese war aber auch sehr nötig, denn das Küchenteam hatte das Kunststück vollbracht, am Kochen von Reis zu scheitern. So knackig hatten wir diesen noch nie erlebt, und die beiden gelernten Köche in unserer Gruppe konnten nur die Köpfe schütteln. Optimisten stellten die These von einem speziellen Workout für die Kaumuskeln auf, Pessimisten vermuteten ähnliches für den Verdauungstrakt.

Dank der Salattheke, dem Nachtisch und Jürgens Großfamilien-Dreijahrespackung ungesunder Schokoriegel überstanden alle Kempoka den Abend gut und ließen ihn in geselliger Runde ausklingen.


Der Freitag startete für die frühen Vögel unter uns um sieben Uhr mit einem Morgenlauf von knapp acht Kilometern am dankenswert flachen Seeufer.

Nach dem Frühstück ging es dann um zehn Uhr für alle mit dem zweiten dreistündigen Kempotraining weiter. Diesmal war der Trainingsschwerpunkt Kumite Randori, der Freikampf. Entsprechend wurde vor allem mit einem Partner an den Pratzen trainiert. Abgeschlossen wurde das Training mit einem für uns eher ungewohnten Völkerballspiel, wobei die meisten Erwachsenen erst einmal ihre Erinnerung an die Spielregeln auffrischen mussten.

Nach der Mittagspause mit den morgens vorbereiteten Lunchpaketen folgte die zweite Trainingseinheit des Tages, ein Langstreckenlauf am See entlang. Während es im Kreis Kleve wie aus Kübeln goss, lief unsere Gruppe bei strahlendem Wetter je nach Fitnessstand maximal zehn Kilometer, außer Häuptling Jürgen, der sich unterfordert fühlte und noch ein oder zwei km dranhängte.

Das Abendessen wurde diesmal von vorneherein mit Skepsis erwartet, aber die Pasta Bolognese erwies sich zur allgemeinen Erleichterung als gar gekocht und essbar.

Der Abend war zu schön, um im Haus zu bleiben, und wir nutzten ihn noch für einen Spaziergang zum Eiscafé an der nahe gelegenen Uferpromenade.


Samstag fand nach dem freiwilligen Morgenlauf (ca. 6,6 km auf leicht profilierter Strecke) und Frühstück unser Tagesausflug statt, diesmal eine Wanderung um den Sorpesee. Ein ebener, asphaltierter Rundweg umläuft den länglich geformten See vollständig. Am entgegengesetzten Ende der Route befindet sich der „Airlebnisweg Amecke“, der mit einer Vielzahl von Attraktionen für Wanderer aller Altersklassen aufwarten kann. Nach einer kurzen Pause mit Getränken in einem Ufercafé folgten wir dieser Strecke. Insbesondere die verschiedenen Balance- und Wasserspiele hoben die Stimmung selbst der eher fußlahmen Vertreter der Jugend.

Dann ging es entlang dem anderen Seeufer zurück zur Herberge, und entgegen vereinzelter Behauptungen unterwegs kamen alle Wanderer unserer Gruppe unbeschadet und pünktlich zurück, ohne sich auch nur ein einziges Mal verirrt zu haben. (Für Kenner  unserer Vereinshistorie bedarf dieser Umstand besonderer Erwähnung.) Insgesamt hatten wir gut 19 Kilometer zurückgelegt.

Mehrheitlich nutzten wir nun den See zur Abkühlung der heißgewanderten Füße, anschließend wurden nichtsahnende Mit-Gäste der Herberge in unsere nicht ganz Mainstream-konforme Fassung des Basketballspiels eingeweiht. (Es entstand der Keim einer neuen Jüngerschaft. Wer braucht schon all diese Regeln?)

Was das Essen anging, kann für diesen Abend nur positiv hervorgehoben werden, dass alles gegart war, ansonsten allerdings wenig Eindruck hinterließ. Erneut war die Salatbar sehr beliebt.

Wir verbrachten den Abend mit einem weiteren Spaziergang zur Uferpromenade, bevor man sich beim Würfelspielen („Piraten Kapern“) oder vor der Übertragung des Spiels Real Madrid versus Atlético Madrid einfand. (Madrid gewann.)

Auch erste Anläufe zum Packen der Koffer wurden unternommen, denn am nächsten Morgen sollte es zeitig losgehen.


Wie jedes Jahr war der Sonntag viel zu früh gekommen, doch tatsächlich schafften es alle Teilnehmer, pünktlich und vollzählig abfahrbereit zu sein. Bei einem Kaffeestop an der Autobahn wurden die Routen für die Heimfahrt aufgeteilt, damit jeder Einzelne in Richtung seines Wohnortes abgesetzt werden konnte, und somit zerstreute sich die Gruppe – zumindest bis zum nächsten Training!



 

ein Bericht von Christiane Groschang

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